Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse zeigt zwei Perspektiven auf: Welche Nachhaltigkeitsthemen unsere Marktposition und Rentabilität beeinflussen – und welche Auswirkungen unser Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft hat. Aus den Ergebnissen leiten wir die Themen ab, die für uns besonders relevant sind – als Grundlage für Ziele und strategische Überlegungen, konkrete Massnahmen und die Berichterstattung darüber.
ESRS-Standards:
ESRS 2 IRO-1 Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
ESRS 2 SBM-1 Strategie, Geschäftmodell und Wertschöpfungskette
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Unsere Wesentlichkeitsmatrix für 2024 zeigt, dass Kundenzufriedenheit, Arbeitsbedingungen, psychische Gesundheit und die Unternehmenskultur zu unseren relevantesten Themen gehören. Sie prägen unsere Servicequalität sowie das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und damit direkt den Unternehmenserfolg. Auch Innovationsfähigkeit und vor allem unser Dienstleistungs-Portfolio wurden als besonders relevant bewertet, da sie unsere grossen Hebel sind, um interdisziplinär durchdachte und langfristig wirkungsvolle Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten, aber auch, um unserer Marktposition zu sichern.
Die Methode der doppelten Wesentlichkeitsanalyse ist in der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) verankert. Wir orientierten uns an diesem Vorgehen und definierten zunächst den Umsetzungsprozess, relevante Stakeholder sowie die Bewertungsmethode für die Ergebnisse. So stellten wir sicher, dass wir beide Dimensionen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse konsistent und nachvollziehbar beurteilen können.
Zuerst erstellten wir eine Longlist mit 19 relevanten Unternehmens-, Umwelt- und Sozialaspekten. Als Ausgangslage diente unter anderem eine Desktoprecherche, welche Themen ähnlich aufgestellte Unternehmen in ihren Nachhaltigkeitsberichten behandeln. In einem interaktiven Workshop mit 6 Personen, darunter Mitarbeitende, Führungskräfte, Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, beurteilten wir, welche positiven und negativen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit den Themen verknüpft sind. So konnten wir sie priorisieren und die Relevantesten 8 in eine Shortlist aufnehmen.
Die geschärfte Themenliste legten wir einer breiten Stakeholdergruppe aus 76 Mitarbeitenden, 47 Kundinnen und Kunden sowie 26 Partnerunternehmen vor. Sie bewerteten auf einer Skala von «sehr negativ» bis «sehr positiv», wie stark sich aus ihrer Sicht das jeweilige Thema finanziell auf EBP auswirkt und wie stark wiederum die Effekte sind, die EBP als Unternehmen auf das Thema hat. Zudem baten wir sie, bei Bedarf weitere Themen zu ergänzen. Die Rücklaufquote lag bei sehr hohen 52 %.
Für die Auswertung berechnete das Team pro Thema den Mittelwert aller Bewertungen, prüfte Ergänzungen aus der Umfrage und integrierte sie bei Bedarf. Die finalen Werte sind in der Matrix «Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse» abgebildet.

«Die Analyse veranschaulicht, wie wichtig die Mitarbeitenden für unseren Erfolg sind und dass wir über unsere Projekte eine positive, nachhaltige Wirkung entfalten können.»
Luc Subal | EBP, Projektleiter im Geschäftsbereich Ressourcen, Energie + Klima
Durch unsere Projektarbeit sowie durch unsere unternehmensinternen Aktivitäten setzen wir uns für ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ein. Erfahren Sie, was wir in welchem Bereich tun: